Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 22.03.2025 |
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Tagesordnungspunkt: | 2. Anträge |
Antragsteller*in: | Kreisvorstand/Awareness-Beauftragte GRÜNE Frankfurt am Main |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 14.03.2025, 21:20 |
Awareness- und Fairnesskodex – Kommunalwahl Frankfurt am Main 2026
Antragstext
Die Kreismitgliederversammlung beschließt den folgenden Kodex als
Verhaltensgrundlage für den weiteren Kommunalwahlprozess. Vorstand und
Kreisgeschäftsstelle sorgen kontinuierlich für die Umsetzung und Kommunikation
dazu.
Alle Personen, die Interesse an einer Kandidatur im Rahmen der Listenaufstellung
haben, sollen sich bei ihrer Bewerbung sowie per Unterschrift zum folgenden
Fairness- und Awarenesskodex bekennen.
Die Kreis- und Stadtteilgruppenvorstände, unsere Beauftragten sowie die
Mitarbeiter*innen der Kreisgeschäftsstelle fördern aktiv die Einhaltung des
Kodexes. Sie stehen bei Verstößen als Ansprechpartner*innen zur Verfügung und
streben Konfliktlösungen mit den Beteiligten an.
Awareness- und Fairness-Kodex – Kommunalwahl Frankfurt am Main 2026
Wir GRÜNE wollen auf Kreis- und Stadtteilgruppenebene im Kontext der
Listenaufstellungen, des Wahlkampfs sowie der Positionierungen nach der Wahl dem
Anspruch an einen fairen, respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander
gerecht werden. Dieser ergibt sich im Wesentlichen aus unseren Satzungen,
Statuten und den Awarenessanforderungen.
Jede Form von Ungleichbehandlung und Diskriminierung wird konsequent abgelehnt.
Entscheidungen und Handlungen werden sorgfältig reflektiert, insbesondere im
Hinblick auf strukturelle und soziale Dynamiken, um faire und respektvolle
Interaktionen zu gewährleisten. Privilegien werden erkannt, kritisch hinterfragt
und verantwortungsvoll eingesetzt, um dazu beizutragen, ein inklusives, sicheres
und wertschätzendes Umfeld zu schaffen. Um eine Kultur des gegenseitigen
Respekts und der Achtsamkeit zu fördern, wird bewusst darauf geachtet,
individuelle Erfahrungen, Perspektiven und Bedürfnisse zu berücksichtigen.
Als Bewerber*in für die GRÜNE Liste erkläre ich, dass ich einen fairen Wahlkampf
führen werde. Dies gilt in all unseren Gremien und auf allen die Partei
betreffenden Kommunikationsebenen.
Ich halte mich an Absprachen mit dem für den Wahlkampf zuständigen Gremium und
koordiniere meine eigenen Aktivitäten mit den zuständigen Verantwortlichen.
Im eigenen Personenwahlkampf kämpfe ich ebenso für ein gemeinsames und insgesamt
erfolgreiches GRÜNES Ergebnis wie auch für ein basisdemokratisches, faires wie
offenes Miteinander im Prozess der Listenaufstellung. An intransparenten
Absprachen, die Wettbewerber*innen zielgerichtet benachteiligen, beteilige ich
mich nicht. Voten betrachten wir als legitimierte Wahlempfehlung, respektieren
aber auch abweichende Entscheidungen wie auch das Ergebnis der Aufstellung.
Die Vielfalt unserer politischen Standpunkte auf Basis unseres Grundkonsenses
sind eine Bereicherung. Im Programmprozesse vertrete ich meine Positionen
sachlich und achte zugleich die Perspektivenvielfalt. Es kommt auf die
inhaltliche Auseinandersetzung an, die ohne Delegitimierung der Andersdenkenden
auskommt. Ich respektiere gefundene Kompromisse.
Ich erkläre, dass ich die Verpflichtung zur Zahlung von
Mandatsträger*innenabgaben aus unserer Finanzordnung anerkenne.
Mir ist bekannt, dass die Unterzeichnung dieses Fairness-Kodex freiwillig
erfolgt und keine Voraussetzung ist, um auf der Aufstellungsversammlung für
einen Platz auf der Wahlbereichsliste kandidieren zu können und gewählt zu
werden.
Mit meiner Unterschrift stelle ich mich gleichwohl hinter einen gemeinsamen und
fairen GRÜNEN Wahlkampf und allen damit verbundenen Prozessen.
Begründung
Erfolgt mündlich.