| Veranstaltung: | Wahlversammlung 22.-23.11.2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2 Aufstellung des Wahlvorschlags für die Stadtverordnetenversammlung bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 |
| Antragsteller*in: | Adriana Maximino dos Santos (KV Frankfurt) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 18.11.2025, 16:49 |
Listenplatz 19 - Adriana Maximino dos Santos
Listenplatz
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen
Ich bin Adriana Maximino dos Santos – beeidigte Übersetzerin, Projektleiterin, Gründerin und Vorsitzende eines Vereins, Vorstandmitglied eines Dachverbands für Migrantinnen, Referentin für Globales Lernen und seit vielen Jahren engagiert für soziale Gerechtigkeit, Klimagerechtigkeit und eine offene, demokratische Stadtgesellschaft.
2012 kam ich allein mit meinen zwei Kindern nach Frankfurt und setzte hier Teil meiner Promotion im Bereich Translationswissenschaft mit Schwerpunkt Kinderliteratur am Institut für Kinder- und Jugendliteratur der Goethe-Universität fort. In den folgenden Jahren veröffentlichte ich wissenschaftliche Beiträge in Deutschland und schloss 2014 in Brasilien meine Promotion erfolgreich ab. Diese akademische Arbeit legte den Grundstein für mein späteres Engagement an der Schnittstelle von Bildung, Kultur und gesellschaftlicher Teilhabe.
2017 wurde ich als beeidigte Übersetzerin und Dolmetscherin vereidigt und erhielt die BAMF-Zulassung für den Unterricht Deutsch als Zweitsprache. Diese Qualifikationen ermöglichten es mir, wissenschaftliche Expertise, Sprachsensibilität und praktische Bildungsarbeit miteinander zu verbinden und Menschen direkt beim Ankommen in Deutschland zu unterstützen.
Seit 2015 organisiere ich politische Veranstaltungen, Workshops und Dialogformate – insbesondere zu Frauenrechten, indigener Selbstbestimmung, Klimagerechtigkeit und Demokratieförderung. Ein besonderer Meilenstein war 2017 die Begleitung zweier indigener Aktivistinnen aus Brasilien auf einer Europareise. Gemeinsam machten wir sichtbar, wie eng die Zerstörung indigener Territorien mit globalen Lieferketten und europäischem Konsum verknüpft ist. In Kooperation mit dem Klimabündnis, dem Weltkulturen Museum, dem Auswärtigen Amt, der UNO und weiteren Institutionen führten wir Gespräche und organisierten Veranstaltungen, die zu einem tieferen Verständnis globaler Verantwortung beitrugen.
Im selben Jahr gründete ich Abá e.V., Arbeitskreis für Menschenrechte, einen Verein, der sich zu einem der aktiven Akteure der Frankfurter Zivilgesellschaft entwickelt hat. In meiner Rolle als Projektleiterin und Vorsitzende baue ich Programme auf, die Bildung, Empowerment, Kreativität, ökologische Sensibilisierung und demokratische Teilhabe miteinander verbinden. 2021 erhielten wir den Integrationspreis der Stadt Frankfurt. Unsere Arbeit richtet sich an Frauen, Kinder und Jugendliche, Alleinerziehende, Neuankommende, queere Menschen, Migrant*innen und Menschen in Übergangssituationen. Abá ist ein Ort, an dem Lokalität und Globalität zusammenkommen – ein Raum, in dem wir soziale Unterstützung, kulturelle Arbeit und nachhaltige Entwicklung miteinander verknüpfen.
2021 wurde ich in die Kommunale Ausländer:innenvertretung (KAV Frankfurt) gewählt und bin dort stellvertretende Vorsitzende. Ein zentrales Projekt meiner Arbeit ist die Initiative für den ersten eigenen KAV-Stand auf der Frankfurter Buchmesse, den wir seit 2022 jährlich realisieren und damit hunderten migrantischen Autorinnen, Künstlerinnen, insbesondere Frauen eine sichtbare und einzigartige Plattform geben. In der KAV setze ich mich darüber hinaus für Frauenrechte, Bildungsgerechtigkeit, demokratische Teilhabe, Antidiskriminierung, kulturelle Sichtbarkeit und ökologische Verantwortung ein – und dafür, dass Anliegen aus der internationalen Stadtgesellschaft in konkrete politische Maßnahmen übersetzt werden.
Seit 2022 bin ich Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen. Ich habe mich bewusst für diese Partei entschieden, weil sie jene Werte vertritt, die auch meine Arbeit, meine Biografie und mein politisches Engagement prägen: soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz, Vielfalt, Feminismus, Menschenrechte und eine demokratische Stadtgesellschaft, die niemanden zurücklässt. Bei den Grünen finde ich den politischen Raum, in dem meine Erfahrung aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Community-Arbeit nicht nur gehört, sondern aktiv gebraucht wird. Für mich ist es die Partei, die am klarsten zeigt, dass ökologische Zukunftssicherung nur gemeinsam mit sozialer Gerechtigkeit funktioniert – und dass die Vielfalt Frankfurts eine Stärke ist, die politisch sichtbar werden muss.
Meine berufliche Erfahrung als Referentin für Globales Lernen, mein wissenschaftlicher Hintergrund, meine Arbeit in der Zivilgesellschaft und meine Tätigkeit in der Kommunalpolitik prägen meinen Blick auf Frankfurt: eine globale Stadt, die ihre Herausforderungen nur bewältigen kann, wenn sie soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und gesellschaftlichen Zusammenhalt zusammen denkt.
Ich kandidiere für die Stadtversammlung, weil ich Verantwortung übernehmen möchte – für eine Stadt, die Vielfalt schützt, Chancengerechtigkeit fördert, ökologische Zukunftssicherung ernst nimmt, demokratische Beteiligung stärkt und niemanden zurücklässt.
Beste Grüße
Adriana
P.S.: Wenn ihr Fragen zu meiner Kandidatur habt, meldet euch gerne unter +49 176 83096796 oder per E-Mail an adriana@maxsantos.de / Instagram: adriana.maximinodossantos
- Alter:
- 56
- Geschlecht:
- weiblich
- Geburtsort:
- Bauru, Brasilien
