| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 26.09.2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 5.1. BDK-Delegiertenwahl (11 Plätze) |
| Antragsteller*in: | Katharina Meixner |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 24.09.2026, 14:56 |
Katharina Meixner
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
seit 2023 darf ich unseren Kreisverband als BDK Delegierte vertreten und möchte mich auch für die kommenden Bundesdelegiertenkonferenzen wieder um dieses Mandat bewerben.
In den vergangenen Jahren habe ich dabei nicht nur viel Erfahrung auf den BDKs gesammelt, sondern mich auch zunehmend bundespolitisch vernetzt. Seit drei Jahren engagiere ich mich in der BAG Frauenpolitik, seit zwei Jahren in der BAG Europa und seit Ende letzten Jahres darf ich Hessen im Bundesfrauenrat vertreten. Besonders die Arbeit zu intersektionalem Feminismus und Europa hat meinen politischen Blick in den vergangenen Jahren geprägt. Gleichzeitig ist die Klimapolitik nach wie vor der Grund, weshalb ich mich bei den Grünen engagiere. Als Meteorologin und Doktorandin in den Atmosphärenwissenschaften begleitet mich die Klimakrise nicht nur politisch, sondern auch wissenschaftlich jeden Tag.
Europa ist für mich nicht nur ein politisches Arbeitsfeld, sondern eine Frage, wie wir als Partei über unsere Zukunft sprechen. Wir Bündnisgrüne sind von der ersten Stunde an eine europäische Partei. Die im vergangenen Jahr entwickelte Europastrategie des Bundesvorstands ist für mich deshalb ein wichtiger erster Schritt, diesen Anspruch auch innerhalb unserer Parteistrukturen stärker mit Leben zu füllen. Denn gerade in Zeiten, in denen Nationalismus und Abschottung wieder stärker werden, müssen wir darüber sprechen, wie europäische Zusammenarbeit uns stärker macht.
Das zeigt sich für mich an ganz unterschiedlichen Fragen: Wie gestalten wir neue Formen europäischer Partnerschaft, etwa die von der Kommission vorgeschlagene assoziierte Mitgliedschaft Kanadas? Wie gehen wir mit den Beitrittsprozessen und der weiteren Integration neuer Mitgliedstaaten um? Wie schützen wir unsere Demokratie vor Desinformation und ausländischer Einflussnahme und schaffen technologische Souveränität? Und wie sorgen wir dafür, dass der Green Deal nicht zurückgedreht wird, sondern Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Zukunft zusammen gedacht werden? Gerade die aktuellen Debatten auf europäischer Ebene zeigen, wie konkret Europa ist: beim Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz, bei nachhaltiger öffentlicher Beschaffung oder beim Schutz unserer Demokratien.
Ich möchte deshalb, dass Europa in unserer Partei und vor Ort sichtbarer wird: in Frankfurt, in Hessen und in unseren Kreisverbänden. Denn 2029 steht uns ein politisches Superwahljahr bevor. Innerhalb weniger Monate werden Landtagswahl, Bundestagswahl und Europawahl aufeinandertreffen. Ich möchte, dass wir bis dahin gemeinsam eine klare Antwort darauf haben, für welches Europa wir kämpfen. Nicht nur als Mitglieder, sondern auch gegenüber den Menschen, die wir für unsere Politik gewinnen wollen. Europa darf nicht alle fünf Jahre zur Europawahl sichtbar werden. Wir müssen schon heute zeigen, warum Zusammenarbeit in Europa unsere Stärke ist und welches Europa wir gemeinsam gestalten wollen.
Die vergangenen Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern haben mir gleichzeitig noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt, dass wir uns dringend mit einer weiteren Frage beschäftigen müssen: Wie schützen wir unsere Demokratie?
Während meiner Wahlkampfunterstützung in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wurde mir immer klarer, dass wir diese Frage nicht erst beantworten dürfen, wenn der Fall X eingetreten ist. Wir müssen gemeinsam darüber sprechen, welchen Gefahren vulnerable Gruppen im Fall einer rechtsextremen Landes- oder Bundesregierung ausgesetzt wären. Wo brauchen wir Schutzstrukturen? Was müssen wir kommunal, auf Landesebene und im Bund vorbereiten? Wie stärken wir Zivilgesellschaft und demokratische Institutionen? Und wie gehen wir als Partei mit der Frage der Brandmauer um, wenn sich die politische Landschaft weiter verändert?
Dabei möchte ich hier in Hessen nicht nur reagieren, wenn demokratische Strukturen bereits unter Druck geraten. Wir müssen vorbereitet sein, solidarisch handeln und unsere Demokratie aktiv verteidigen. Bundespolitik darf nicht losgelöst von dem entstehen, was in unseren Kreisverbänden passiert. Wir wissen vor Ort, wo Strukturen funktionieren, wo sie fehlen und welche Unterstützung tatsächlich gebraucht wird. Gleichzeitig können wir als Kreisverbände voneinander lernen und uns gegenseitig stärken. Meine Erfahrungen aus Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zeigen für mich, wie wichtig diese Vernetzung ist. Wenn ein Landesverband Wahlkampf macht, darf er nicht alleine kämpfen. Wenn demokratische Strukturen unter Druck geraten, müssen wir füreinander einstehen.
Ich möchte Frankfurt deshalb weiterhin auf der BDK vertreten und meine Erfahrung als Delegierte, meine bundespolitische Vernetzung und meine Perspektive aus Feminismus, Europa und Klimawissenschaft einbringen. Mit klarer Haltung, total viel Lust auf Debatten (wie ihr wisst auch auf Satzungsdebatten^^) und dem Anspruch, nicht nur Frankfurt auf Bundesebene zu vertreten, sondern Bundespolitik auch zurück nach Frankfurt zu bringen.
Ich freue mich über eure Unterstützung!
Liebe, feministische Grüße
Kathi
P.S.: Bei Fragen einfach bei mir melden! :-)
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BDK: Bundesdelegiertenkonferenz, BAG: Bundesarbeitsgemeinschaft, LAG: Landesarbeitsgemeinschaft
Grüne Vita:
- Seit 2025: Gründerin und Teil des Sprecher*innenteams der LAG Feminismus Hessen
- Seit 2025: Teil des Koordinator*innen Teams der UAG Europa (LAG FREI) Hessen
- Seit 2025: Delegierte für die BAG Europa (davor schon ohne Delegation aktiv)
- Seit 2025: Delegierte für die BAG Frauenpolitik (davor 2 Jahre Ersatzdelegierte & aktives Mitglied der BAG)
- Seit 2024: Ersatzdelegierte für den KV Frankfurt am Main für den Parteirat Hessen
- Seit 2022: Ersatzdelegierte des KV Frankfurts für den Landesfrauenrat Hessen
- Seit 2022: Beisitzerin im Kreisvorstand Frankfurt am Main
- 2021 / 2023: Mitglied im Wahlkampfteam der GRÜNEN JUGEND HESSEN zur Bundestagswahl 2021 und Landtagswahl 2023
- 2021-2022: Beisitzerin im Vorstand der Grünen Jugend Frankfurt
- Seit 2020 Mitglied bei Bündnis 90 / DIE GRÜNEN und der Grünen Jugend
Vita:
- Seit Mai 2023 Doktorandin am Institut für Atmosphäre und Umwelt, Goethe Universität Frankfurt
- 2018 – 2023 Bachelor- und Masterstudium im Fach Meteorologie an der Goethe Universität Frankfurt
- 2013 – 2018 Bachelorstudium im Fach Biophysik an der Goethe Universität (abgebrochen)
- 1994 in Mannheim geboren
Weitere ehrenamtliche Tätigkeiten:
- 2024-2026: Delegierte für den Verband Hochschule und Forschung in der GEW Hessen (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)
- Seit 2023: Mitglied im Gleichstellungsrat am Fachbereich 11, Goethe Universität
- Seit 2018: Mitglied bei Viva con Agua de St. Pauli e.V. / Crew Frankfurt am Main (Ansprechperson für verschiedene Bereiche, aktuell nur noch einfaches Mitglied)
- 2019 - 2023: aktiv in verschiedenen studentischen Initiativen zu Klimagerechtigkeit
- 2013 - 2023: aktiv in den Fachschaften Physik und Meteorologie, aktive Gremienarbeit in der studentischen Vertretung, lokal und auf Bundesebene
- Alter:
- 32
- Geschlecht:
- weiblich
- Geburtsort:
- Mannheim
