| Veranstaltung: | Wahlversammlung 22.-23.11.2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2 Aufstellung des Wahlvorschlags für die Stadtverordnetenversammlung bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 |
| Antragsteller*in: | Daniel Brenner (KV Frankfurt) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 17.11.2025, 23:16 |
Listenplatz 16 - Daniel Brenner
Listenplatz
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
seit April darf ich als Nachrücker Grüne Politik in der Römer-Fraktion aktiv mitgestalten. Die Entscheidung, erneut und diesmal direkt aussichtsreich zu kandidieren, fiel mir nicht leicht. Bleibt bei all dem zeitlichen Aufwand, vielen Termine am Nachmittag und Abend noch genug Zeit für meine Kinder und meine Freundin? Ob das die nächsten Jahre klappt, hat mich lange grübeln lassen. Doch die vielen Ermutigungen und die große Wertschätzung für meine Arbeit haben mich bestärkt, es zu versuchen. Und ich habe selbst gemerkt: Hier kann ich wirklich etwas bewegen.
Aktuell sind nur wenige Stadtverordnete in meiner Situation – mit Familie, kleinen Kindern und Job. Das darf so nicht bleiben. Wenn Strukturen Menschen daran hindern, sich politisch einzubringen, müssen wir diese Strukturen hinterfragen und anpassen. Ganz nach dem Motto: Kein Parlament ohne die Stimme von Familien und Kleinkindern!
In den letzten Monaten habe ich mich vor allem bildungspolitisch engagiert. In Frankfurt bedeutet das oft: Schulbau. Ja, wir müssen dringend Sanierungen und Neubauten vorantreiben und dafür auch strukturelle Probleme in Ämtern und Dezernat lösen. Doch Bildung ist mehr als Baupolitik. Wir müssen z.B das gerade einsetzende Hort-Sterben stoppen und diese pädagogische Qualität erhalten. Denn Bildung ist viel mehr als Betreuung. Unsere Idee: die Horte in die Ganztagsschulen integrieren. Der Rechtsanspruch kommt – wir müssen verbleibende Spielräume jetzt nutzen. Denn beim Ganztag sollte gelten: Keine Betreuung ohne Bildungsanspruch!
Unsere Schulen und Kitas müssen auch fit für den Klimawandel werden. Hitzefrei ist keine seltene Freude mehr, sondern kostet inzwischen wertvolle Lernzeit. Zu oft sind Klassenräume im Sommer zu heiß für anspruchsvolle Lernprozesse. Wir brauchen Hitzeschutz, begrünte Schulhöfe und Fassadenbegrünung – haben aber nicht einmal ein Hitze-Monitoring, geschweige denn Hitzeschutzpläne an Schulen. Also: Keine Schule ohne Hitzeschutz!
Und ein weiteres Thema beschäftigt mich seit Jahren: Unser Stadtgrün. Überall gerät es unser Druck, durch Klimawandel, Neubauprojekte oder auch Auslagerungen von Schulen. Grünflächen und Bäume sind essenziell für Stadtklima, Artenvielfalt und Lebensqualität. Wir müssen sie standhaft verteidigen und neue schaffen. Und alle Ortsbeiräte wissen, wie schwer es ist, einen Straßenbaum pflanzen zu lassen. Aber mein Ziel seit über 5 Jahren bleibt: Keine Straße ohne Bäume!
Darum ist für mich klar: Ja, ich kandidiere! Weil Familien in dieser Stadt sichtbar sein müssen. Weil Bildung mehr als Schulbau ist. Und weil Frankfurt grün, lebenswert und zukunftsfähig bleiben soll.
Politik muss für alle da sein – nicht nur für die, die Zeit und Rückhalt haben. Und sie muss mutig vorangehen: für Schulen, die mehr sind als Baustellen; für ein Stadtklima, das uns atmen lässt; und für ein Frankfurt, in dem jede Familie ihren Platz findet.
Ich habe selbst gemerkt, gemeinsam, mit starken Grünen können wir viel bewegen. Lasst uns nicht nur fordern, sondern gestalten. Lasst uns zeigen: Frankfurt kann noch besser werden – für das Klima, für unsere Kinder und für die, die nach uns kommen.
Packen wir es an!
- Alter:
- 37
- Geburtsort:
- Cottbus
