| Veranstaltung: | Wahlversammlung 22.-23.11.2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2 Aufstellung des Wahlvorschlags für die Stadtverordnetenversammlung bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 |
| Antragsteller*in: | Desislava Zhecheva (KV Frankfurt) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 19.11.2025, 08:46 |
Listenplatz 15 - Desislava Zhecheva
Listenplatz
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
ich liebe unsere Stadt. Frankfurt ist meine Wahlheimat, und jedes Mal, wenn ich aus dem Zug auf die Skyline blicke, spüre ich das Gefühl von Zuhause. Diese Stadt bedeutet mir viel, und ich möchte, dass sie noch offener, gerechter und zukunftsorientierter wird. Weil ich die Entwicklungen in unserer Gesellschaft aktiv mitgestalten möchte, bin ich Mitglied von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN geworden. Wo andere Politik im Konjunktiv ankündigen, erarbeiten wir konkrete Ideen, die unsere Stadt und unsere Gesellschaft wirklich voranbringen. Deshalb kandidiere für die Stadtverordnetenversammlung.
Wer ich bin
Ich bin Desislava, geboren in Burgas in Bulgarien und seit 22 Jahren in Deutschland zu Hause. Ich bin Architektin, Bockenheimerin und überzeugte Europäerin. Mein politisches Bewusstsein entstand früh: Als mein Vater mich als Kind zu den Protesten gegen die kommunistische Regierung mitnahm, erlebte ich hautnah, wie Menschen gemeinsam für ihre Freiheit einstehen. Diese Wochen voller Aufbruch haben mich geprägt und mir gezeigt, wie viel Kraft in demokratischer Teilhabe steckt.
Ich trete mit der Überzeugung an, dass unsere Demokratie jeden Tag mit allen verfügbaren Mitteln verteidigt werden muss und dass diese Aufgabe nicht nur dort beginnt, wo „große“ Politik gemacht wird, sondern vor allem vor Ort, in der Kommune. Kommunalpolitik ist unmittelbar und greifbar. Gute Kommunalpolitik ist das stärkste Mittel gegen Populismus und Rechtsdruck.
Seit 2021 engagiere ich mich aktiv bei den Grünen, seit 2024 als Beisitzerin im Kreisvorstand. In dieser Zeit habe ich Wahlkämpfe organisiert, das Buddy-Programm mit aufgebaut und die Entwicklung unseres basisdemokratisch erarbeiteten Kommunalwahlprogramms intensiv begleitet. Für diese Erfahrung bin ich sehr dankbar und ich habe viel davon gelernt. Ich trete an, weil ich für die konkrete Umsetzung unserer tollen Ideen im Kommunalwahlprogramm arbeiten möchte.
Seit über zehn Jahren arbeite ich hier in Frankfurt als Architektin. Es ist ein Privileg, die Stadt, die man liebt, so mitgestalten zu dürfen. Und genauso wie gute Politik entsteht gute Architektur im Team, durch Vertrauen, Austausch und gemeinsame Verantwortung. Ich trete an, weil ich als Ingenieurin gelernt habe, wie man große Projekte aus der Konzeptphase in die Realität überführt und genauso möchte ich auch unsere Konzepte für Frankfurt umsetzen – im Team, mit Ausdauer und der notwendigen Hartnäckigkeit.
Stadt für alle
Ich bin überzeugt, dass die Stadt uns allen gehört, jedoch längst nicht für alle gleichermaßen gestaltet ist. Ich möchte dafür arbeiten, dass Frankfurt zu einem Ort wird, in dem die Bedürfnisse aller Menschen das Zentrum stadtplanerischer Entscheidungen bilden. Eine Stadt, die nicht für Autos, Betonflächen oder Renditeobjekte geplant wird, sondern für Lebensqualität, Sicherheit und echte Begegnung. Menschenfreundliche Räume entstehen dort, wo das Verhalten und die Bedürfnisse aller ernst genommen und konsequent in die Planung integriert werden.
Wohnen als Menschenrecht
Frankfurt steht vor einer enormen Herausforderung: Bis 2030 könnten bis zu 60.000 Wohnungen fehlen. Wohnen darf jedoch kein Luxus sein, sondern muss für alle Menschen möglich bleiben. Ich möchte dazu beitragen, bürokratische Hürden abzubauen, soziale Standards zu sichern, Fördermittel wirksam einzusetzen, Leerstand konsequent zu bekämpfen und alternativen Wohnformen mehr Raum zu geben. Ebenso wichtig ist es, ausreichend Flächen für geförderten Wohnungsbau bereitzustellen, damit Frankfurt eine Stadt bleibt, die Zukunftsperspektiven für alle bietet.
Klimaschutz für eine lebenswerte Stadtplanung
Ich trete mit der Überzeugung an, dass Klimaschutz keine abstrakte Aufgabe ist, sondern ein zentraler Bestandteil städtischer Lebensqualität. Besonders Menschen, die schon jetzt stark belastet sind, brauchen eine Stadt, die sie schützt. Dafür braucht es klare Klimaneutralitätsziele im Bauen, nachhaltige Baustandards und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Gleichzeitig müssen wir den öffentlichen Raum so gestalten, dass er hitzeresilient, zugänglich und barrierefrei ist. Auch unsere Schulen müssen endlich modernisiert werden, damit sie Orte sind, an denen Lernen Freude macht und Teilhabe möglich wird.
Die kommenden fünf Jahre
Auf kommunaler Ebene haben wir in den letzten Jahren viel erreicht: neue Instrumente für die Wohnungspolitik, die Solaroffensive, der Frankfurt-Pass, das neue Suchthilfezentrum oder der Masterplan Mobilität sind nur einige Beispiele von vielen, die zeigen, dass unsere Partei Kommunalpolitik kann und Politik für die Menschen macht. Doch wir sind noch nicht am Ziel.
Ich trete an, weil ich mich für eine Politik stark machen möchte, die sicher stellt, dass wirklich alle gehört und berücksichtigt werden. Als Frau und Feministin kenne ich die Barrieren, die Frauen noch überwinden müssen. Als osteuropäische Migrantin weiß ich, wie oft Menschen auf ihre Herkunft reduziert werden. Und als Tochter eines Mannes, der mit 16 Jahren arbeiten musste, weil kein Geld für ein Studium da war, weiß ich, wie entscheidend der Zugang zu Bildung ist.
Diese Erfahrungen prägen mein politisches Handeln. Sie erinnern mich daran, dass Gerechtigkeit dort beginnt, wo Perspektiven sichtbar werden, die sonst zu oft im Hintergrund bleiben.
Ich bitte euch herzlich um eure Unterstützung.
Eure Desislava
- Alter:
- 40
- Geschlecht:
- weiblich
- Geburtsort:
- Burgas
