| Veranstaltung: | Wahlversammlung 22.-23.11.2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2 Aufstellung des Wahlvorschlags für die Stadtverordnetenversammlung bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 |
| Antragsteller*in: | Dimitrios Bakakis (KV Frankfurt) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 17.11.2025, 19:49 |
Listenplatz 2 - Dimitrios Bakakis
Listenplatz
Selbstvorstellung
Liebe Mitstreiter*innen,
beim Demokratieforum Kommunalpolitik in Berlin begrüßte uns Bundespräsident Steinmeier im Sommer mit den Worten: „Mit Ihrem Engagement sind Sie gewissermaßen das Wurzelwerk unserer Demokratie.“ Diese Worte bringen auf den Punkt, worum es geht. Kommunalpolitik ist nicht zweitrangig, sie ist das Fundament unseres Zusammenlebens. Hier sehen Menschen unmittelbar, wie politische Entscheidungen ihr Leben verändern – im Guten wie im Schlechten. Hier erleben sie, ob Politik funktioniert oder versagt. Hier entscheidet sich, ob Menschen Vertrauen in unsere Demokratie fassen oder es verlieren. Nicht zuletzt deshalb ist es heute, in Zeiten wie diesen, wichtiger denn je, dass Kommunalpolitik „funktioniert“. Ganz gleich wie groß die Herausforderungen sind.
Und die vergangenen viereinhalb Jahre waren sehr fordernd: Vierer-Koalition mit sehr unterschiedlichen Partner*innen, Nachwirkungen der Pandemie, Folgen des Angriffs Russlands auf die Ukraine, Abwahl eines amtierenden Oberbürgermeisters und zuletzt Verlust der Koalitionsmehrheit, weil sich die FDP aus der Regierungsverantwortung stahl.
Doch trotz aller Krisen und Herausforderungen haben wir Frankfurt neu gedacht und Großes erreicht. Und wir sind auch noch nicht fertig. Ohne eigene Mehrheit und kurz vor der Wahl würde ohnehin nichts mehr gehen, hieß es. Doch wir arbeiten unbeirrt weiter, denn Frankfurt braucht Verlässlichkeit und duldet keinen Stillstand. Wir werden noch im Dezember ein Kinder- und Jugendparlament beschließen – ein Leuchtturmprojekt dieser Wahlperiode. Und wir kämpfen dafür, noch einen Haushalt für 2026 zu verabschieden, damit die Stadt handlungsfähig bleibt.
Wie uns das gelingt? Wir GRÜNE treten geschlossen auf. Die enge Abstimmung zwischen Parteivorstand, Fraktion und Magistratsgruppe ist eines unserer Fundamente. Unsere Basis, die uns immer trägt, ein weiteres. Während andere Parteien ihre Energie in öffentlichen Streitereien verpulverten und sich zum Teil gänzlich unwählbar machten, haben wir zwar intern immer viel debattiert, dann aber nach außen hin stets mit einer Stimme gesprochen und gehandelt. Damit haben wir in stürmischen Zeiten auch Stabilität geboten. Wir haben gezeigt: Demokratie funktioniert, auch unter widrigen Bedingungen.
Als Fraktionsvorsitzender war es – zunächst mit Tina, später mit Katharina – meine Aufgabe, diese Einheit mit zu wahren und auch unsere so unterschiedlichen Partner*innen zusammenzuhalten. Das war nicht immer einfach. Die Abwahl eines Oberbürgermeisters einzuleiten, dessen Partei Teil der Koalition ist, erforderte ganz besonderes Fingerspitzengefühl. Hier habe ich dazu beigetragen, den Ton so zu setzen, dass die Koalition nicht auseinanderbrach und die Abwahl allen Unkenrufen zum Trotz gelang. Nicht mit der Brechstange und eskalierend, sondern Schritt für Schritt, im Miteinander, auf Augenhöhe. Denn unsere Demokratie verträgt keine Spalter, sondern braucht Brückenbauer*innen. Als solchen verstehe ich mich. Ich bin stolz darauf, dass ich mir in den vergangenen Jahren zu vielen Kolleg*innen – auch aus der Opposition – ein vertrauensvolles Verhältnis erarbeiten konnte. Das ist ein weiteres Fundament meiner politischen Arbeit. Denn es waren auch nie die lauten Töne, die uns weitergebracht haben. Es waren die leisen Gespräche, das Zuhören, die Suche nach dem Gemeinsamen im scheinbar Unvereinbaren – Dinge, die mir sehr liegen und die ich anbiete, in die nächste Fraktion der GRÜNEN im Römer zu tragen, zum Wohle unserer Stadt.
Einer Stadt, für die ich mich mit vollem Herzen einsetze und die ich von Grund auf kenne. 1979 hier geboren, bin ich in Bonames und Sachsenhausen aufgewachsen, habe in Höchst und im Ostend gelebt, bevor es mich vor anderthalb Jahrzehnten nach Bergen-Enkheim verschlug. Nach meiner kaufmännischen Ausbildung war ich als Personalsachbearbeiter tätig, bevor ich ab 2010 wegen des aufkommenden Rechtsrucks unserer Partei beitrat und immer stärker in die Politik einstieg, bis ich diese dann 2021 auch zu meinem Beruf machen konnte. Frankfurt ist also nicht nur mein politisches Arbeitsfeld – es ist auch meine Heimat, in all seiner Vielfalt.
Liebe Freund*innen, die Wähler*innen werden eine Richtungsentscheidung treffen müssen: zwischen Frustration und Rückwärtsgewandtheit einerseits und Zuversicht und Zukunftsorientierung andererseits. Zwischen denen, die nur Probleme sehen und die Stadt schlechtreden, und uns, die wir Lösungen entwickeln und Frankfurt lieben. Und damit auch: Zwischen denen, die – bewusst oder unbewusst – die Kommunalpolitik als dysfunktional darstellen und unserer Demokratie damit schaden, und uns, die sie stützen, indem wir zeigen, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen funktioniert.
Gerne möchte ich gemeinsam mit Katharina als Euer Spitzenkandidat für diese positive Vision eintreten. Mit Empathie für die Sorgen der Menschen, aber auch mit Entschlossenheit für unsere Ziele. Mit Diplomatie und Kompromissbereitschaft im Umgang miteinander, aber mit Klarheit in der Sache.
Dafür bitte ich um Euer Vertrauen und Eure Stimme für Platz 2 unserer Liste.
Euer Dimitrios
GRÜNE Vita:
- Beitritt 2010
- Mitglied des Ortsbeirats Bergen-Enkheim von 2011 bis 2021, ab Mai 2015 als Fraktionssprecher
- Sprecher der Stadtteilgruppe Bergen-Enkheim von 2011 bis 2021
- Aktives Mitglied der LAG queerGRÜN seit 2010, von Januar 2013 bis September 2019 Co-Sprecher
- Mitarbeit in der BAG Schwulenpolitik seit 2011
- Stadtverordneter seit 2016, queerpolitischer Sprecher der Fraktion, seit 2021 Fraktionsvorsitzender und -geschäftsführer
Bei Fragen und Anregungen erreicht Ihr mich unter dimitrios.bakakis@gruene-fraktion.frankfurt.de | 0151 23383645 | Instagram: dimitriosb
- Alter:
- 46
- Geschlecht:
- männlich
- Geburtsort:
- Frankfurt am Main
