| Veranstaltung: | Wahlversammlung 22.-23.11.2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2 Aufstellung des Wahlvorschlags für die Stadtverordnetenversammlung bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 |
| Antragsteller*in: | Hilime Arslaner (KV Frankfurt) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 19.11.2025, 16:24 |
Listenplatz 3 - Hilime Arslaner
Listenplatz
Selbstvorstellung
Liebe Freund:innen,
ich bin Hilime Arslaner.
Geboren bin ich in der Türkei, seit 1976 bin ich Frankfurterin.
Ich habe ein Diplom in Volkswirtschaft und eine halbwegs erwachsene, Tochter.
Seit 2011 bin ich Stadtverordnete, seit 2021 die erste Grüne Stadtverordnetenvorsteherin in der Geschichte der Stadt Frankfurt.
Im Januar 1999 hat Roland Koch auf der Zeil Unterschriften „gegen die Türken“ gesammelt. Ich habe mich damals maßlos geärgert… - Und DANN bin ich in die Politik – und zu den Grünen - gegangen.
Seitdem kämpfe ich hier in Frankfurt für die Teilhabe aller Menschen, die hier leben: für Frauen, für Kinder und Jugendliche, für die LGBTIQ-Community und natürlich für alle Migrant:innen.
Ich verwende bewusst die Formulierung „kämpfen“, weil ich in meinem Leben gelernt habe, dass man um fast alles kämpfen muss, es gibt nichts auf dem Silbertablett. Wir erleben gerade, dass unsere Grüne Werte und Ziele massiv zurückgedrängt werden. Der Klimawandel wird in Frage gestellt, Klimaschutz als zu teuer abgetan.
Rechtsextreme Kräfte greifen unsere Demokratie mit den Mitteln der Demokratie an. Die Rechte der Frauen und LGBITQ-Community werden wieder missachtet bzw. lächerlich gemacht. In unsere diverse Gesellschaft soll ein Keil getrieben werden. Ich sage nur „Stadtbild“. Dieser gesellschaftliche Rückschritt passiert auch in Frankfurt.
Deshalb möchte ich weiter dafür arbeiten, dass Feminismus, Frauenförderung und die Teilhabe aller Frankfurter:innen selbstverständlich bleiben.
Mit meiner eigenen Vita stehe ich für ein diverses Frankfurt. Diese Diversität schließt nicht nur unterschiedliche Herkunftsbiografien ein, sondern auch eine Altersdiversität.
Ich setze mich für junge Menschen ein, im Austausch mit dem Stadtschüler:innenrat, meinem Engagement für das Kinder- und Jugendparlament, aber ich höre auch den die Senior:innen zu, die unseren Wohlstand aufgebaut haben.
Ich bin überzeugt: Nur die gleichberechtige Teilhabe aller kann unsere Demokratie auf Dauer bewahren. Und diese Arbeit beginnt in der Kommunalpolitik.
Als Diplomvolkswirtin möchte ich mich für die Wirtschaft unserer Stadt engagieren und meinen Fokus dabei auf die Kleinunternehmen, Gewerbetreibende und Gründer:innen legen.
Nachhaltigkeit muss noch viel konsequenter umgesetzt, Ökonomie und Ökologie müssen zusammengedacht werden, sonst verlieren wir das, was wir aufgebaut haben.
Alle Kriege und Krisen der Welt haben ihren Widerhall in Frankfurt. Wir Grüne wollen nicht, dass internationale Konflikte auf unseren Straßen ausgetragen werden. Mit Gesprächen auf Augenhöhe, die zusammenführen, nicht spalten, werden wir das verhindern.
Als Stadtverordnetenvorsteherin führe ich viele solcher Gespräche.
Wir Grüne halten die Brandmauer gegen rechts stabil. Wir ziehen die Grenzen des Sagbaren, auch im Parlament.
Als Erste Bürgerin spreche ich fast täglich mit ganz unterschiedlichen Menschen in unserer Stadt, mit den Moscheevereinen und Kirchen, den Universitäten, der IHK, dem DRK, dem Kinderhospizverein oder der Feuerwehr. Ich bin fest verankert in den verschiedenen Frauenförderbetrieben und in vielen Migrantenorganisationen. Und ich stehe in diesen Gesprächen mit meiner Person für Grüne Werte und Grüne Stadtpolitik.
Wir Grüne haben mal mit einem Slogan geworben: Die Stadt gehört Dir!
Ich mag diesen Satz, denn für uns Grüne gehört die Stadt allen, die sich dieser Stadt zugehörig fühlen.
Denn wer weiß, wo er hingehört, hört nicht auf Rattenfänger von rechts.
Vor fünf Jahren haben wir mit unseren Werten überzeugt, einen fulminanten Wahlkampf gemacht und uns trotz vieler Widerstände in der Regierungsarbeit bewährt.
Wir haben vieles geschafft, auf das wir stolz sein können.
Und es kann uns auch wieder gelingen, stärkste Kraft zu werden.
Ich bin bereit, für ein demokratisches, feministisches, antirassisches Frankfurt zu kämpfen und danke euch für euer Vertrauen.
Ich danke euch.
Hilime Arslaner
- Geboren 1971 in der Türkei, seit 1976 in Frankfurt
- geschieden, eine erwachsene Tochter
- Abitur in Frankfurt
- Studium in Heidelberg, Diplomvolkswirtin
Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr mich gerne anrufen 0151 74381994.
BERUFLICHE ERFAHRUNG
1998 - 1999 Akbank, Executive Trainee, Niederlassung Frankfurt
1999 - 2001 Mercedes-Benz Türk, Controlling, Istanbul
2001- 2010 Bearingpoint (ehemals) KPMG Stuttgart,
Prozessoptimierung, Strategieentwicklung, Coaching von Führungskräften
2010 – dato Selbständige Beraterin und Coach,
Fokus auf Interkulturelle Managementkompetenz
2016 - 2019 KUBI gGmbH, stellvertretende Geschäftsführerin,
Personalverantwortung für 200 Mitarbeiter: innen,
Projekte mit arbeitsmarktpolitischen Akteuren
POLITISCHE ERFAHRUNG
1989 Mitgründerin des Ausländerbeirats OBR 4
Seit 2011– Stadtverordnete
- Wirtschaftspolitische Sprecherin 2011 bis 2021
- Stellvertretende Fraktionsvorsitzende 2011 bis 2017
- Mitglied in den Ausschüssen: Wirtschaft und Frauen, Bildung, Personal Sicherheit und Verwaltung
Seit 2021 – Stadtverordnetenvorsteherin
- Leitung der Stadtverordnetenversammlung
- Leitung des Ältestenausschusses
- Vorsitzende der AG Stadtverordnetenvorsteher:innen Hessen
- Vorstand der Heinrich Kraft Stiftung
- Vorstand der Walter Kolb Stiftung
- Mitglied in diversen Jurys
- Repräsentanz der Stadtverordnetenversammlung in der Stadtgesellschaft
- Alter:
- 54
- Geschlecht:
- weiblich
- Geburtsort:
- Türkei
