| Veranstaltung: | Wahlversammlung 22.-23.11.2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2 Aufstellung des Wahlvorschlags für die Stadtverordnetenversammlung bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 |
| Antragsteller*in: | Uli Baier (KV Frankfurt) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 19.11.2025, 17:11 |
Listenplatz 16 - Uli Baier
Listenplatz
Selbstvorstellung
Liebe Freundinnen und Freunde,
mit meinen 85 Jahren habe ich das große Glück, körperlich wie geistig fit zu sein und weiterhin viel Energie mitzubringen. Noch immer lehre ich als Dozent für Soziologie an der Universität des 3. Lebensalters. In der Stadtverordnetenversammlung bin ich derzeit im Ausschuss für Klima und Umwelt, im Ältestenausschuss sowie erneut als bau- und planungspolitischer Sprecher unserer Fraktion im Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau tätig.
Wir GRÜNE leben von den Impulsen und der Kritik der Jüngeren. Gleichzeitig sollten auch erfahrene Grüne Alte in der neuen Fraktion vertreten sein. Entscheidungen und Herausforderungen – besonders in der kommunalen Planungspolitik – haben häufig eine jahrzehntelange Vorgeschichte. Dieses Wissen, meine Erfahrung und meine vielfältigen Kontakte in Gesellschaft und Politik möchte ich weiterhin einbringen – gewissermaßen als „Archiv auf zwei Beinen“.
Projekte, auf die ich ein wenig stolz bin:
Bereits 1989 konnte ich im Rahmen der Hessischen Koalition mit neuen Satzungen dazu beitragen, die Rechte der Ortsbeiräte auszuweiten und die Kommunale Ausländervertretung zu etablieren. 1991 habe ich als Fraktionsvorsitzender den Frankfurter Weg in der Drogenpolitik mit durchgesetzt.
Ich habe die Stadtentwicklung an vielen Stellen mitgestaltet – als Vorsitzender des GrünGürtel-Ausschusses und des Sonderausschusses Neue Altstadt. Ich konnte den Park im Europaviertel durchsetzen, Sozialwohnungen am westlichen Park Rand sowie Sportplätze und soziale Einrichtungen im Gallus anstoßen.
Wirtschaftspolitisch habe ich gemeinsam mit IG Metall und IHK am Leitbild der Frankfurter Industrie mitgearbeitet. Über Jahrzehnte habe ich die GRÜNEN in zahlreichen Aufsichtsräten vertreten – unter anderem bei der ABG und der Nassauischen Heimstätte.
Meine Arbeit in der aktuellen Wahlperiode (seit 2021)
In dieser Wahlperiode konnte ich maßgeblich an der Fortschreibung des neuen Hochhausrahmenplans mitarbeiten: mit sozial verträglichen Standorten, für teilweisen Umbau statt Abriss, neuen ökologischen Standards, mehr Wohnanteil, größeren öffentlichen Flächen und umfangreicher Bürger*innen-Beteiligung.
Gemeinsam haben wir die Gärten der Günthersburghöfe verteidigt. Ich konnte Wege ebnen für neue Wohnquartiere im Schönhof, im Gallus und im Frankfurter Norden – verkehrsarm, mit hohem Anteil an Sozialwohnungen und gemeinschaftlichem Wohnen.
Gegen den Widerstand von IHK und CDU haben wir die Standorte von Rechenzentren sinnvoll gesteuert, um Flächen für andere Gewerbe zu sichern und die entstehende Abwärme möglichst effizient zu nutzen.
Wofür ich mich in der kommenden Wahlperiode besonders einsetzen will
- Für mutige Schritte bei Entsiegelung und Begrünung – sie sind für uns Ältere auch eine Frage der Gesundheit.
- Für transparente Informationen und echte Beteiligungsmöglichkeiten bei der Kommunalen Wärmeplanung.
- Für soziale und ökologische Stadtentwicklung: bezahlbare Mieten, lebendige Quartiere mit kurzen Wegen, Freiräume für Jugendliche, Sport- und Begegnungsangebote – etwa im Mischquartier westliches Gutleut oder in den Planungen entlang der A 5.
- Für breite Beteiligungsprozesse zum geplanten Deckel über der A 661.
- Für Fortschritte beim Kulturcampus, beim Umbau des Juridicums, dem Offenen Haus der Kulturen, den Zwischennutzungen und den lang zugesagten Wohnungen – nachdem wir erfolgreich den Standort der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und das Frankfurt LAB gesichert haben.
- Für starken Denkmalschutz, insbesondere bei Gebäuden wie dem Steinernen Haus, dem Oberforsthaus und anderen historisch vertrauten Orten.
Darüber hinaus:
- Für mehr öffentliche Diskussionsprozesse in der Stadtgesellschaft, vielfach, stadtweit. Davon gibt es viel zu wenig.
Es sollten offene Dialoge kontroverser Positionen sein, die Probleme und Interessen ehrlich benennen. Etwa zur Herausforderung, hinreichend bezahlbare Wohnungen bereitzustellen, oder zum Leitbild einer Stadt im Klimawandel und möglichen Aktivitäten der Bevölkerung. Für solche Diskussionen soll die Stadt Impulse setzen, über gute Fragen – und ergänzende Aktionen, vielleicht gemeinsam mit dem Haus der Demokratie an der Paulskirche.
- Dafür, dass endlich das Kommunale Wahlrecht für Ausländer*innen in Deutschland kommt.
Ihr seht: Ich möchte mich noch immer nicht zur Ruhe setzen. Auch wenn ich – ebenso wie unsere Partei – etwas älter geworden bin, verkörpern die GRÜNEN weiterhin die Hoffnung vieler Menschen auf eine lebenswerte Zukunft. Trotz mancher Rückschläge haben vor allem Wir die Kraft, soziale, ökologische und demokratische Projekte voranzutreiben.
Frankfurt und die GRÜNEN haben mir viel gegeben – und ich möchte den GRÜNEN Frankfurt noch einiges zurückgeben.
Zu Fragen und Anregungen kontaktiert mich gerne:
Telefon 069-731867 oder Mail uli.baier.gir@gmail.com
U l i
Biographisches
- 1985 und 1989–1990 zuständig für die Koordination der GRÜNEN in den Ortsbeiräten
- 1987–1989 Fraktionsvorsitz im Ortsbeirat Gallus/Gutleut/Bahnhof/Innenstadt
- Seit 1989 Stadtverordneter, zuständig für OBR 1 und 12
- 1991–1993 Fraktionsvorsitzender
- 1993–2021 Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher
Lebenslauf:
Nach Stuttgart ab 1958 überwiegend in München, seit 1968 in Frankfurt, seit 1974 im Gallus.
Lehrtätigkeit:
1971 an den Universitäten Frankfurt und Gießen, seit 1972 zu Migration, Asyl und Sozialpädagogik an verschiedenen Fachhochschulen im Rhein-Main-Gebiet, 1973–1978 zu Stadtplanung an der TH Darmstadt, seit 1994 an der U3L.
- Alter:
- 85
- Geschlecht:
- männlich
- Geburtsort:
- Stuttgart
