| Veranstaltung: | Wahlversammlung 22.-23.11.2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2 Aufstellung des Wahlvorschlags für die Stadtverordnetenversammlung bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 |
| Antragsteller*in: | Margarete Richter (KV Frankfurt) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 18.11.2025, 08:04 |
Listenplatz 17 - Margarete Richter
Listenplatz
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
Ich kandidiere mit dem Votum der Grünen Jugend auf Platz 17 für die Themen Klima, Umwelt und Bildung – Bereiche, die mich schon mein gesamtes Leben begleiten und bis heute prägen.
Ich bin Maggi, 26 Jahre alt, Sozialarbeiterin und Studentin der Umweltwissenschaften an der Goethe-Universität. Dort engagiere ich mich seit Jahren hochschulpolitisch. Als Senator*in setze ich mich für die Interessen der Studierenden ein und kämpfe für eine gerechtere und ökologischere Uni.
Ich möchte an unsere Erfolge in der letzten Legislaturperiode anknüpfen. Wir haben als stärkste Kraft im Umwelt- und Klimabereich in Frankfurt viel erreicht und erhielten erst kürzlich den ersten Platz im Wettbewerb zum „Abpflastern“. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Frankfurter Stadtverwaltung und seiner Stadtbevölkerung. Ein Erfolg, der Mut macht!
Unser Arten- und Biotopschutzkonzept ist beispielhaft: Es zeigt, wie Artenvielfalt und Stadtentwicklung zusammen funktionieren können. Projekte wie „Frankfurt summt“,„Vertikal Meadows“ oder„Green it up – mein kunterbuntes Quartier“ machen deutlich, wie kreative, partizipative Ansätze den Umwelt- und Naturschutz in die Stadtgesellschaft tragen können. Solche Projekte verbinden Bildung, Naturschutz und soziale Teilhabe. Genau darin liegt für mich die Zukunft einer nachhaltigen Stadt.
Besonders am Herzen liegt mir der Schutz und die stärkere Vernetzung des Grüngürtels. Er ist nicht nur Naherholungsraum, sondern Lebensraum für Artenvielfalt und Symbol dafür, wie Stadt und Natur zusammen funktionieren können. Er ist ein zentrales Merkmal von Frankfurt. Bei meiner Mitarbeit am Kapitel Umwelt und Klima des Programmsder Grünen Jugend für die Kommunalwahl habe ich mich besonders dafür eingesetzt den Grüngürtel zu stärken und zu schützen– gerade, weil Nutzungskonflikte in einer wachsenden Stadt zunehmen. Wir brauchen Flächen, die unberührt bleiben, aber auch Orte, an denen Menschen Natur erleben, lernen und sich begegnen können. Ich setze mich für ein Frankfurt ein, in dem es grün ist!
Allerdings stehen wir noch vor enormen Herausforderungen im Umwelt- und Klimabereich. Unsere Stadt ist nach Saarbrücken die zweitwärmste Stadt Deutschlands. Klimaanpassung ist hier keine abstrakte Aufgabe, sondern tägliche Realität. Wir müssen die Stadt klimaresilient gestalten: von Schulgebäuden über Parkanlagen bis hin zu öffentlichen und Privatgebäuden. Hitzeschutz, Entsiegelung, Dachbegrünung und Schwammstadtprinzipien sind dabei keine Einzelmaßnahmen, sondern Teil eines Gesamtkonzepts, das Lebensqualität, Gesundheit und ökologische Stabilität verbindet.
Klimaschutz gelingt nur gemeinsam mit der Stadtbevölkerung. Wir müssen die Menschen in Frankfurt in diese Prozesse einbeziehen. Mit echter Beteiligung, niedrigschwelligen Bildungs- und Beratungsangeboten und der Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Veränderung entsteht, wenn Menschen sich gesehen fühlen und erfahren, dass ihr Einsatz zählt.
Mit großer Begeisterung arbeite ich für die Hochschule RheinMain in der Projektgruppe EcoAct im Bereich Umwelt-, Klima- und Demokratiebildung. Mit meiner Arbeitsgruppe arbeite ich an einer umfassenden Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Wir haben in den letzten Jahren verschiedene Projekte zur Vermittlung von Klimawissen und Handlungsstrategien erfolgreich abgeschlossen.
Gerade im Bildungsbereich zeigt sich, wie unmittelbar Klimaanpassung unser Leben betrifft. Schulen gehören zu den Orten, die besonders unter den steigenden Temperaturen leiden: überhitzte Klassenräume und fehlende Beschattung auf versiegelten Schulhöfen erschweren das Lernen und belasten die Gesundheit. Deshalb brauchen wir konsequenten Hitzeschutzan Schulen – durch Sanierung, Dach- und Fassadenbegrünung, bessere Luftzirkulation und entsiegelte Flächen, die Regen aufnehmen können.
Teil meiner Arbeit im Bildungsbereich sind Workshops mit Jugendlichen, Lehrkräften und Multiplikator*innen, in denen es darum geht, wie KI als Werkzeug sinnvoll eingesetzt werden kann. Vor kurzem durfte ich in diesem Kontext unter anderem einen Workshop für die Bundeszentrale für politische Bildung halten.
Wir merken, dass die rasante Entwicklung von KI Unterrichtsformen und Lernprozesse verändert. Lehrer*innen berichten mir regelmäßig von ihrem Bedarf an Fortbildungen in den Bereichen Medienkompetenz, kritischem Denken und KI-Kompetenz. Viele Lehrkräfte fühlen sich hierbei alleingelassen, weil ihnen Zeit, technische Ausstattung und das nötige Wissen fehlen, um Jugendliche bestmöglich begleiten zu können. Wir merken immer wieder, wie stark die ungleiche räumliche Ausstattung von Schulen zu Chancenungerechtigkeit in Frankfurt führt. Deshalb brauchen wir eine Bildungspolitik, die Chancengerechtigkeit ernst nimmt und niederschwellige Zugänge schafft.
Darüber hinaus setze ich mich für MINT-Förderung ein, besonders für Mädchen und junge Frauen, und unterstütze Projekte wie das TUMO-Lernzentrum, das zeigt, wie digitale Bildung Zukunft gestalten kann.
Unser Familienmotto war immer: Nur wer anpackt, kann etwas bewegen. Und genau das möchte ich tun – ab März 2026 in der Stadtverordnetenversammlung hier in Frankfurt. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass Frankfurt eine Stadt bleibt und wird, in der zukünftige Generationen gerne leben und auf die heutige Generation stolz sein können.
Kurzer Lebenslauf:
- Seit 2025 Senatorin für die Grüne Hochschulgruppe an der Goethe Universität
- 2020 - heute Mitglied in verschiedenen hochschulpolitischen Gremien (AStA Ökologiereferat & Umweltreferat & Hochschulpolitik, Studierendenparlament, Fachschaft, zwei Senatskommissionen, eine Präsidiale Konferenz)
- Seit 2023 Mitglied bei der Grünen Jugend
- 2023 - heute Master Umweltwissenschaften (Schwerpunkt Biologie/Ökologie/physische Geographie und Soziale Ökologie)
- 2019 - 2023 Studium der Sozialen Arbeit (Schwerpunkt Partizipation und Bildung)
- 2018 - 2019 Freiwilligendienst in Australien in einem Altenheim
- 2018 Abitur
- Alter:
- 26
- Geschlecht:
- weiblich
