| Veranstaltung: | Wahlversammlung 22.-23.11.2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2 Aufstellung des Wahlvorschlags für die Stadtverordnetenversammlung bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 |
| Antragsteller*in: | Pia Troßbach (KV Frankfurt) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 16.11.2025, 22:25 |
Listenplatz 7 - Pia Troßbach
Listenplatz
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
täglich müssen wir mit ansehen, wie Gewalt gegen Frauen steigt und wie hart erkämpfte Rechte von Frauen, Mädchen und queeren Personen angegriffen werden. Rechtsruck und antifeministischer Backlash gehen dabei Hand in Hand. Unser Kampf um Emanzipation ist noch immer nicht vorbei, sondern muss entschlossen und mutig weitergeführt werden! Für mich ist es dabei die Aufgabe von feministischer Politik, zu zeigen, dass keine Frau allein kämpft.
Als Kommunalpolitik müssen wir uns gerade jetzt solidarisch und parteiisch an die Seite jeder einzelnen Frau in unserer Stadt stellen. Denn wir entscheiden über die konkreten Bedingungen, die Frauen täglich belasten – oder ihnen im Gegenteil zeigen, dass sie gesehen und unterstützt werden. Wir können für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum als auch im eigenen Zuhause sorgen, indem wir Angsträume beseitigen und die Istanbul-Konvention konsequent umsetzen. Wir können gewaltbetroffenen Frauen sichere Unterkünfte zur Verfügung stellen und durch Beratungsangebote weiter unterstützen. Auch können wir den sicheren und freien Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen und -beratungen sicherstellen und so jeder Frau ermöglichen, selbstbestimmt zu entscheiden, ob sie ein Kind bekommen möchte – oder nicht. Indem wir in allen öffentlichen Gebäuden kostenlose Menstruationsartikel zur Verfügung stellen, können wir gegen Periodenarmut vorgehen. Wir können für verlässliche Kinderbetreuung sorgen und Frauen so Teilhabe am Erwerbsleben und mehr Unabhängigkeit ermöglichen.
Unsere Gesellschaft funktioniert aktuell nur, weil Frauen einen Großteil der unbezahlten Haus- und Sorgearbeit übernehmen. Dieser Umstand kann gar nicht oft genug betont werden. Denn er führt dazu, dass Frauen weniger arbeiten können und durchschnittlich weniger verdienen als Männer, häufiger von Altersarmut betroffen sind und sich aufgrund finanzieller Abhängigkeit viel zu oft nur schwer aus gewaltvollen Partnerschaften befreien können. Sogar auf das Mobilitätsverhalten, soziale Teilhabe und die Nutzung des öffentlichen Raumes hat diese vergeschlechtlichte Arbeitsteilung Auswirkungen. Ich halte es deshalb für notwendig, dass Frauenpolitik immer die gesellschaftlichen Bedingungen mitdenkt und nicht als abgeschlossener Bereich betrachtet wird, sondern als Querschnittsaufgabe, die jedes Politikfeld angeht: Stadtplanung und Wohnungspolitik sind Frauenpolitik, Wirtschafts- und Sicherheitspolitik ebenso, Kulturpolitik ist Frauenpolitik, und und und...
Gerade im Bereich der Sicherheitspolitik zeigt sich, wie Frauenrechte für Rassismus und Menschenfeindlichkeit instrumentalisiert werden. Friedrich Merz „Stadtbild“-Äußerung und der Vorschlag „Fragen Sie mal Ihre Töchter“ sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Und sie zeigen, wie wichtig es war, dass wir auf der Programm-KMV unseren Grüne-Jugend-Antrag beschlossen und uns weiterhin klar gegen Maßnahmen wie die Waffenverbotszone positioniert haben. Unsere Sicherheitspolitik basiert auf Fakten und nicht auf Vorurteilen. Wir setzen auf Prävention, Sozialpolitik, Demokratieförderung und den Schutz von Bürger*innenrechten, statt uns am sicherheitspolitischen Populismuswettrennen zu beteiligen.
Seit 2018 mache ich hochschulpolitische Arbeit auf Landes- und Bundesebene, aber vor allem: Hier in Frankfurt. Ich war Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Goethe-Universität, bin Mitglied im Studierendenparlament und vertrete meine Hochschulgruppe in der Senatskommission „Frauenförderung, Gleichstellung, Diversität“.
Dabei konnte ich viel politische Erfahrung sammeln und wurde immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Mit Anfang 20 hatte ich als AStA-Vorstand einen Haushalt von 1,2 Mio. € zu verantworten, habe Personalverantwortung übernommen oder Verhandlungen mit dem Universitätspräsidium und der Landesregierung geführt. Als Referentin für Hochschulpolitik und studentische Freiräume streite ich seit vielen Jahren für ein neues Studierendenhaus am Campus Westend und den gleichzeitigen Erhalt des Hauses in Bockenheim als Offenes Haus der Kulturen. Aktuell arbeiten wir mit Vertreter*innen aus Kultur- und Planungsdezernat an einem Letter of Intent für die Übernahme des Hauses durch die Stadt Frankfurt.
All diese Erfahrungen, Perspektiven und Ziele möchte ich in unsere grüne Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung einbringen, jungen Stimmen Gehör verschaffen und gemeinsam für ein solidarisches, feministisches und progressives Frankfurt streiten.
Deshalb kandidiere ich als erste Votenträgerin und Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Frankfurt auf Platz 7 der Liste zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung und würde mich sehr über eure Unterstützung freuen!
Falls ihr noch Fragen an mich habt, meldet euch gerne per Mail (pia.trossbach@gruene-jugend-frankfurt.de), dem Messenger eurer Wahl (0152 51047419) oder einfach auf Instagram @pia.trss!
Liebe Grüße, Pia
Über mich:
Aktuell studiere ich den Masterstudiengang Politische Theorie an der Goethe-Universität/TU Darmstadt. Auch meinen Bachelor in Politikwissenschaft und Öffentlichem Recht habe ich hier in Frankfurt gemacht. Daneben arbeite ich als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen. Ich bin Mitglied im Campusgrün Bildungswerk e.V., Initiative Bildungsoffensive e.V. sowie der IG Metall. Den GRÜNEN und der GRÜNEN JUGEND bin ich 2018 beigetreten.
Politische Biographie:
GRÜNE Frankfurt
Seit 09/2025: Koordinatorin der Frauen AG
Seit 10/2024: Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Frankfurt (2023-2024: Beisitzerin)
- 2023: Mitglied der Findungskommission für die Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen
Hochschulpolitik
- Seit 2020: Mitglied im Studierendenparlament der Goethe-Universität
- Seit 2019: Mitglied im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Goethe-Universität, zunächst Referentin für Feminismus und Hochschulpolitik (2019-2021), Mitglied im Vorstandkollektiv (2021-2024), aktuell Referentin für Hochschulpolitik und studentische Freiräume (seit 2024)
- Seit 2019: Studentisches Mitglied in Senatskommissionen der Goethe-Universität, aktuell in der Senatskommission Frauenförderung, Gleichstellung und Diversität (seit 05/2025)
- Seit 2019: Aktiv in Landes- und Bundesstudierendenvertretung, bspw. als Delegierte für den AStA der Goethe-Universität bei der Landes-ASten-Konferenz (LAK) Hessen, im freien zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V. sowie als gewähltes Mitglied im fzs-Ausschuss Verfasste Student*innenschaft/Politisches Mandat (2019-2022)
- Seit 2018: Aktiv in der Grünen Hochschulgruppe an der Uni Frankfurt
- 2020 – 2025: Aktiv im Campusgrün Bundesverband, u.a. als Vorstandsmitglied im Campusgrün Bildungswerk e.V. (2020-2021) und als Mitglied im Schiedsgericht (2023-2025)
- Alter:
- 27
- Geschlecht:
- weiblich
- Geburtsort:
- Fulda
