| Veranstaltung: | Wahlversammlung 22.-23.11.2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 2 Aufstellung des Wahlvorschlags für die Stadtverordnetenversammlung bei der Kommunalwahl am 15. März 2026 |
| Antragsteller*in: | Sebastian Hakan Deckwarth (KV Frankfurt) |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 18.11.2025, 08:00 |
Listenplatz 22 - Sebastian Hakan Deckwarth
Listenplatz
Selbstvorstellung
Liebe Freund*innen,
als ehemaliges Mitglied des Kreisvorstands und zuletzt im Programmprozess habe ich sozialpolitische Akzente gesetzt, die ich als Stadtverordneter gemeinsam mit Euch in Maßnahmen gießen will. Ich schlug die Entwicklung einer interdisziplinären „Frankfurter Strategie gegen Einsamkeit“ vor, die dank der Schreibgruppe jetzt Teil unserer Kommunalwahlprogrammatik ist. Diese bezieht neben älteren Menschen die Awareness für weitere Risikogruppen ein: z.B. Jüngere, migrantische Menschen oder Queere.
Die Eindämmung epidemieartiger Einsamkeitsrisiken ist – neben Gesundheitsprävention – auch aktiver Antifaschismus an der Wurzel. Denn wir wissen: Manche, die wir in ihrer Einsamkeit allein lassen, sind sogar anfällig für Radikalisierung.
Mit diesem Thema sprechen wir im Wahlkampf einer Stadt mit vielen Einpersonenhaushalten weite Kreise der Bürger*innen an und stärken als BÜNDNISGRÜNE unsere Anschlussfähigkeit (vielleicht nur nicht bei der FDP, die es in ihrem Wahlprogramm mit keinem Wort erwähnt).
Im Programmprozess habe ich darüber hinaus einen Antrag zum Thema Prostitution zugunsten eines ähnlichen der Frauen AG nach kurzer Abstimmung zurückgezogen. Wir kämpfen gemeinsam! Schon länger setze ich mich für einen Dialog ohne Polemik dazu ein. Wir müssen eine undogmatische Politik im Sinne der Menschenwürde vertreten, die den Schutz sich prostituierender Menschen und Ausstiegshilfen priorisiert. Statt mit Verboten, moralischer Bewertung oder verallgemeinerter Liberalität gilt es, mit differenzierten Ansätzen Ausbeutung und Gewalt durch Freier und Profiteure einzudämmen.
In die Waagschale werfen möchte ich für die Umsetzung all dessen sekundäre Qualitäten, die man gerade in der Schatzmeister-Verantwortung zur Perfektion treibt: verhandeln, dicke Bretter bohren, im Hintergrund Konflikte lösen, Kompromisse erreichen, aber auch Haltungen ruhig wie klar vertreten.
Zugleich kann ich als Mitglied unseres Landesvorstands Brücken zur Politik der hessischen Partei bauen. Verbindungen ziehe ich zusätzlich zu unserem kommunalpolitischen Bildungswerk GAK Hessen e.V., in dem ich als Vorstand nicht nur mit Zahlen jongliere, sondern auch programmatische Angebote mitgestalten kann: Hier gebe ich bereits Impulse z.B. für das Angebot einer Rechtsberatung für grüne Fraktionen in den hessischen Kommunen wie auch für ein neues Seminarangebot für kommunale Ausländer*innengremien.
Stolz bin ich auf meine Unterstützungskandidatur für die kommunale Ausländer*innen Vertretung (KAV), für die ich als eingebürgerter Türke passives Wahlrecht habe. Ich lebe in einem Haus mit mehr als 400 Wohneinheiten und einer starken internationalen Vielfalt. Hier bin ich durch die Arbeit im WEG-Beirat kein Unbekannter. Sowohl für die KAV als auch den Ortsbeirat kann ich die eine oder andere zusätzliche Stimme gewinnen.
Ein inhaltliches Anliegen besteht darin zu helfen, aus dem Frankfurt Immigration Office ein Amt zu machen, das diesen Namen wirklich verdient. Ich habe mich als Kreisvorstand stark für die Einstellung einer Geschäftsstellenmitarbeiterin ohne deutschen Pass eingesetzt, ein langwieriger Prozess: Wenn es „schon“ die dezernatsverantwortliche FDP nicht schafft, bei der Gewinnung von Arbeitskräften Bürokratie abzubauen – dann schaffen wir das!
Für und mit unserer Römerfraktion möchte ich mich übrigens klar gegen jede Art des Antisemitismus einsetzen und als Freund des jüdischen Lebens in Frankfurt und unserer Partnerstadt Tel Aviv eine starke Stimme sein.
Ich darf mich nicht zuletzt (samt Unterstützer*innen und Koautor*innen) als „Vater“ – oder im queerfeministischen Sinne besser: „Mutter“ – des Fairness- und Awarenesskodexes bezeichnen. Denn es gilt: Wenn wir BÜNDNISGRÜNE nach außen als die soziale Kraft in Frankfurt am Main wahrgenommen werden wollen, müssen wir ein faires Miteinander auch im Inneren hinkriegen.
All das ein inhaltliches wie taktisches Angebot für unsere Kommunalwahl, mit dem ich gemeinsam mit Euch für unsere Stadt etwas erreichen möchte. Ich würde mich freuen, wenn Ihr dieses Angebot annehmt.
Glück auf!
Sebastian Hakan Deckwarth
Mehr über erste Ansätze einer „Frankfurter Strategie gegen Einsamkeit“: https://www.gruene-frankfurt.de/post/472759e5-bd8d-4fa0-a162-f65bf830f1a7
Steckbrief
Verheiratet mit Ehemann Oliver, wohnhaft im Europaviertel/Gallus
Bündnis 90/Die Grünen: Mitglied des Landesvorstands Hessen als Schatzmeister, davor Kreisschatzmeister in Frankfurt am Main und Stadtteilgruppenkassierer. Gründer und Co-Koordinator der AG Grüner Kamm – Nachhaltige Haushalts- und Finanzpolitik (seit 2019). Vorstandsmitglied Grüne und Alternative in den Kommunalvertretungen Hessen (GAK) e.V.
Abschlüsse: Dipl. Bankbetriebswirt, Diplom-Sozialwissenschaftler (Studienrichtung Politische Wissenschaften), Certified Expert in Sustainable Finance
Beruf: Spezialist Unternehmens- und Business-Development-Kommunikation in Finanzdienstleister- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
(Förder-)Mitgliedschaften: AIDS-Hilfe Frankfurt, Bürgerbewegung Finanzwende, Deutsch-Israelische Gesellschaft, TuS Makkabi Frankfurt
Kontakt: 01522 2715415, sebastian.deckwarth@gruene-frankfurt.de
- Alter:
- 51
- Geschlecht:
- queer
- Geburtsort:
- Dinslaken
